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PeruPeru ist ein Staat im westlichen Südamerika, der an Ecuador, Kolumbien, Brasilien, Bolivien, Chile und den Pazifik grenzt. Das Land besteht aus drei völlig unterschiedlichen Landschaftszonen: der trockenen Küstenwüste, den Anden und der Selva genannten Regenwaldregion, die sich östlich an die Anden anschließt. Peru ist daher eher ein Ziel für naturorientierte Touristen. Die Hauptstadt Lima ist das bedeutendste Wirtschafts-und Kulturzentrum von Peru mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Museen und Baudenkmälern. Zu den wichtigsten Museen der Stadt gehört das archäologische Museum Rafael Larco Herrera, das die weltweit größte Privatsammlung vorspanischer Kunst besitzt. Absolut sehenswert ist auch das Goldmuseum, in dem tausende von goldenen Gegenständen einen Eindruck von der hochstehenden Kultur der verschiedenen vorspanischen Reiche Perus geben. Die Altstadt ist ein schachbrettartig angelegtes Viertel mit zahlreichen Kirchen, Klöstern und Palästen aus der Kolonialzeit. Das Ensemble rund um die Plaza de Armas, dem zentralen Platz der Altstadt, wurde von Francisco Pizarro angelegt, dessen Leichnam heute noch in der dortigen Kathedrale aufgebahrt ist. Aufgrund ihrer großen Anzahl von Kunstschätzen wurde die Altstadt von Lima 1991 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Perus gehört die frühere Inka-Hauptstadt Cusco. Die in 3400 m Höhe gelegene Stadt, seit 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörend, zählt zu den wichtigsten archäologischen Stätten Südamerikas, da man hier einen sehr guten Einblick von den alten Kulturen Perus bekommt. Neben den zahlreichen Inka-Ruinen und Museen gibt es aber auch viele Sehenswürdigkeiten aus der Kolonialzeit, so die auf den Grundmauern eines Inka-Palastes errichtete Kathedrale und die prunkvolle Kirche La Compañía de Jesús. Die Klosterkirche La Merced enthält eine 22 kg schwere, goldene Monstranz, die mit 1.518 Diamanten, über 600 Perlen und unzähligen Rubinen, Smaragden und anderen Edelsteinen verziert ist. Etwa 3 km oberhalb von Cusco liegen die eindrucksvollen Ruinen der Festung Sacsayhuaman, die während einer 70jährigen Bauzeit von 20.000 Indios errichtet worden sein soll. Die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Perus ist Macchu Picchu. Die 2.360 m hoch gelegene Stadt wurde von den Inkas so genial angelegt, dass sie vom Tal aus nicht gesehen werden konnte. Die Stadt ist daher von den spanischen Konquistadoren nie erobert und deshalb auch nie zerstört oder geplündert worden. Nach dem Ende des Inka-Reiches geriet die Stadt einfach in Vergessenheit, wurde vom Urwald zugewuchert und erst 1911 zufällig wiederentdeckt. Heute ist Machu Picchu eine der größten Touristenattraktionen in Südamerika, die bequem von Cusco aus mit der Andenbahn erreicht werden kann Viele Besucher Perus zieht es auch an den Titicacasee, den größten Binnensee Südamerikas und das höchstgelegene schiffbare Gewässer der Erde. Berühmt ist der See für sein glasklares Wasser und die aus Schilf gebauten schwimmenden Inseln der Uros, die ursprünglich als Schutz vor den kriegerischen Inkas dienten. Der Stamm der Uros hält auch heute noch an seiner traditionellen Lebensweise fest, die Inseln können aber besucht werden. Der Titicacasee ist außerdem Heimat für seltene Tiere und Pflanzen, die teilweise nur hier vorkommen, wie z.B. der Titicacataucher und der Titicacafrosch. Wetter: in Peru gibt es drei Klimazonen. Die Küstenregion ist heiß und trocken, das Hochland subtropisch und das Amazonasgebiet tropisch. Anreise: Peru wird nicht von Deutschland aus angeflogen, Direktflüge gibt es z.B. von Amsterdam und Madrid. Fläche: 1.285.220 km² Einwohner: ca. 28,3 Millionen (2007) Währung: Nuevo Sol Hauptstadt: Lima Staatsoberhaupt: Alan García Pérez © :pixelio |